*** ...allen ein sonniges 2017 ***

#1

Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 16.03.2011 16:30
von Gast (gelöscht)
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In Schweden wurde jetzt der Antrag zum Bau eines atomaren Endlagers eingereicht

http://sverigesradio.se/sida/artikel.asp...artikel=4404206

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#2

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 16.03.2011 16:44
von hjermind • 1.133 Beiträge

nah fein, wieder Verträge mit Pesilschein... wenn die betreibene Firma sich übernehmen sollte oder Probleme auftreten, wird gleich mit festgeschrieben, dass der Staat -also die Allgemeinheit- die Veantwortung zu tragen hat!

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#3

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 16.03.2011 19:35
von Sara (gelöscht)
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Zitat
Zeitgleich hat eine staatliche Enquetekommission vorgeschlagen, gesetzlich festzuschreiben, dass die Verantwortung für die Endlagerung bei einer eventuellen Liquidierung der Betreiberunternehmen auf den Staat übergeht.



Wie sollte deiner Ansicht nach bei einer Pleite der Betreiberunternehmen verfahren werden Helmut?


winke Sigrid

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#4

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 16.03.2011 19:42
von Sara (gelöscht)
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Natürlich muss es Endlager für den strahlenden Müll geben, und es ist auch nur konsequent, dass man die Lagerstätte im eigenen Land errichtet.


winke Sigrid

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#5

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 16.03.2011 20:54
von hjermind • 1.133 Beiträge

Zitat von Sara

Zitat
Zeitgleich hat eine staatliche Enquetekommission vorgeschlagen, gesetzlich festzuschreiben, dass die Verantwortung für die Endlagerung bei einer eventuellen Liquidierung der Betreiberunternehmen auf den Staat übergeht.


Wie sollte deiner Ansicht nach bei einer Pleite der Betreiberunternehmen verfahren werden Helmut?



Sigrid, die Vergangenheit zeigt doch, dass auch vor allem mit Abfall und deren Entsorgung immer wieder schlechte ne schmutzige Geschäfte gemacht werden.. und auch die staatlichen Stellen haben doch z.B. bei der Asse peinlichst versagt!
Wenn schon Enquetekommission, dann sollte man doch im Falle der Liquidierung der Betreiberunternehmen, die Abfallverursacher und deren Rechtsnachfolger, über die über Generationen gefährlichen Abfälle zur Verantwortung heranziehen!
Wenn sowas nicht geschieht, haben doch alle einen Persilschein...auch die staatlich Verantwortlichen.
Persilscheinmotto: Der gemeine Bürger wird die Last schon tragen, denn der strahlt ja nicht.

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#6

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 17.03.2011 07:22
von Sara (gelöscht)
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Gut Helmut, die Verantwortlichen werden eingebunkert und dann?


winke Sigrid

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#7

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 17.03.2011 09:05
von hjermind • 1.133 Beiträge

...dann wäre das der erste Schritt und es würde sich eine verantwortungsvollere Geschäftskultur einstellen!
Zur Zeit ist es doch so, läuft etwas gut, stellen sich die Verantwortlichen ins Rampenlicht u der geschäftliche Erfolg wird "gebührend" gefeiert (obwohl der Erfolg oft nur dem jeweiligen Zeitgeist geschuldet ist) und läuft was schief, hat man seine Schäfchen schon lange im Trockenen und die Verluste, lästige Kosten etc. werden sozialisiert.

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#8

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 17.03.2011 17:43
von Sara (gelöscht)
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Kommen wir mal wieder zum Thema zurück Helmut;-)

Mitglied des Verbands der schwedischen Kernkraftindustrie, SKB, der den Antrag für den Bau eines Endlagers eingereicht hat, ist auch der schwedische Staat, weil er über die Vattenfall AB (vollständig in seinem Besitz) an dem

AKW Ringhals eine Beteiligung von 70% und am

AKW Forsmark eine Beteiligung von 66% hält, nur das AKW Oskarshamn ist zu 100% in Privathand, E.ON Sverige besitzt 54,5 Prozent und der andere Teilhaber Fortum 45,5 Prozent.

Das stillgelegte AKW Barsebäck gehört der E.ON Kärnkraft Sverige AB, wurde von der Barsebäck Kraft AB, einer Tochterfirma der Ringhals AB, welche wiederum zu Vattenfall und Sydkraft (E.ON) gehört, betrieben.

Außerdem ist es noch nicht Fakt, dass die Verantwortung für die Endlagerung bei einer eventuellen Liquidierung der Betreiberunternehmen auf den Staat übergeht, da es sich um einen Vorschlag
einer staatlichen Enquetekommission handelt. Allerdings wäre es nur folgerichtig, dass der Staat die Verantwortung für die Endlagerung übernimmt, denn der Staat hat sich maßgeblich an der Entwicklung, dem Bau und dem Betreiben von AKW beteiligt.


winke Sigrid

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#9

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 18.03.2011 10:43
von hjermind • 1.133 Beiträge

OK Sigrid,
das, die ganze Kernkraft Nutzung durch die jeweiligen Staaten gefördert wurden/werden ist klar.
Nun kenne ich die aktuelle Gewinn-/Kostensituation in Schweden nicht.
Nur, sollte es dort auch so sein, dass mit quasi abgeschriebenen AKW's Gewinne eingefahren werden, sehe ich es als Unding an, diese nicht vollständig zur Entsorgung u Endlagerung einzusetzen und diese nicht zu verfrühstücken bzw. andersweitig zu verwenden und dabei automatisch die Kosten späteren Generationen aufbürden!
Ob wir es nun Staat oder Kindes Kindes... Kinder nennen, ist dabei doch ohne Belang, denke ich.

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#10

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 18.03.2011 23:24
von Josef (gelöscht)
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Menschen sind schon merkwürdige Wesen. Die Angst vor einem drohenden tödlichen Verkehrsunfall müsste/sollte eigentlich mehr Sorge bereiten als die Angst vor einem AKW. Das dem nicht so ist, ist ja im Augenblick ganz offensichtlich.
Da die Menschen offensichtlich bereits die Gefahren der Atomkraft an der Erdoberfläche ganz erheblich überschätzen, dürfte die Angst vor den Gefahren von "eingebudeltem strahlenden Material" noch um einiges mehr über dem tatsächlichen Risiko liegen.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-54002273.html


Josef

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#11

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 19.03.2011 08:33
von Josef (gelöscht)
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#12

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 19.03.2011 12:11
von EvaS (gelöscht)
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Die Franzosen sind unbelehrbar!!

Hälsningar
Eva

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#13

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 19.03.2011 14:59
von Sara (gelöscht)
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Über 7000 Krankenakten in grauen Pappdeckeln liegen vor: "Ein unschätzbares Archiv."....

All dieses Biomaterial kommt in die Hochleistungslabors der GSF. Möglichst für jede Person, die in der Nuklearfabrik tätig war, soll ein Strahlenprofil erstellt werden - eine Recherche der Superlative. Die EU unterstützt das Unternehmen mit 6,8 Millionen Euro.


Wie heißt es so schön, man beißt nicht die Hand, die einen füttert oder so ähnlich.

.....Zum Vergleich: Die letale Dosis, die einen Menschen rettungslos schädigt und innerhalb zweier Wochen zu Fieber, einem veränderten Blutbild und schließlich zum Kollaps führt, liegt bei 6 Gray.

Verwirrung stiften auch die ständig wechselnden Angaben der Einheitsbezeichnungen über die Strahlenbelastung:

Becquerel für die Aktivität
Gray für die Energiedosis und
Sievert für die Organ- bzw. die effektive Dosis

http://www.kernfragen.de/kernfragen/phys...n.php#id2531927

Die Radioaktivität in Lebensmitteln wird in Becquerel gemessen,
das Gray gibt die durch ionisierende Strahlung verursachte Energiedosis an und beschreibt die pro Masse absorbierte Energie und
das Sievert dient zur Messung der Strahlenbelastung biologischer Organismen und wird bei der Analyse des Strahlenrisikos verwendet. Das Sievert wird als Einheit herangezogen für:

Äquivalentdosis
Effektivdosis
Organdosis

(aus wiki)

Man muss es nur wissen. ;-)

Eine wie auch immer bezeichnete Einheit gibt bei einer Messung nur Auskunft darüber, dass der Körper des Menschen einer Strahlen-Belastung ausgesetzt (gewesen) ist, die künstlich erzeugt wurde.
Die Orientierung an Grenzwerte jedweder Art dient nur dazu, ansonsten kurzfristig auftretende gesundheitliche Schäden durch Schadstoffbelastungen zu vermeiden.


winke Sigrid

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#14

RE: Bau eines Endlagers in Östhammar/Schweden

in Schweden 19.03.2011 15:54
von Sara (gelöscht)
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So sind sie, die Franzosen, die niedrigen Strompreise lassen sie über einiges hinwegsehen.
In Südfrankreich kippten die Mütter auch einen Schluck Rotwein in die Flaschenmilch, weil das Kindchen dann auch schön schlief.
Der Franzose gerät auch nicht außer Rand und Band, wenn man sein Auto beim Einparken eine Beule verpasst.

Und Atomstrom ist lt. einer Studie *g* des BMU nicht so sauber wie man denkt: http://www.bmu.de/pressearchiv/16_legisl...de/pm/39226.php

In einer Atom-Kilowattstunde stecken 90 bis140 Gramm CO2. http://www.greenpeace.org/switzerland/Gl...ergieThemen.pdf

Man hätte sich auch schon vor mehr als 50 Jahren Gedanken über die Nutzung der Windenergie etc. machen können, aber die Verlockung oder Herausforderung, eine Technologie zu entwickeln, um aus Kernreaktionen elektrischen Strom erzeugen zu können, muss sehr groß gewesen sein. Nun wissen wir, dass es den klugen Köpfen gelungen ist, eine solche Technologie zu schaffen, allerdings hat man den unkalkulierbaren Faktor "Mensch" in Kauf genommen. Und mit der Frage der Endlagerung des radioaktiven Abfalls beschäftigt man sich eben erst dann, wenn es notwendig erscheint.


winke Sigrid

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#15

Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 19.03.2011 20:03
von hjermind • 1.133 Beiträge

Hej Josef, ich habe deine Links mit Interesse gelesen.

Sigrid, ich danke dir für die Erklärung der unterschiedlichen Einheiten und Definitionen dazu... auch mir war/ist das einfach zu verwirrend! Und auch deine Hervorhebung der 7000 Krankenakten bzw. dem Fundus archivierter innerer Organe spricht doch mehr als Bände!!!

Kernkraft und die Nutzung in AKW's ist nichts weiter wie "try and error"...
hat man z.B. früher stets die Bevölkerung beruhigt... ein AKW ist keine Bombe!! Nun hat die Welt es life über ihre Medien miterlebt, wie ganze Hallen in die Luft geflogen sind und evtl. sogar Nachbar AKW's ins verderben gebommt haben.
Bei jedem Terroranschlag der Zerstörung hervorruft spricht man von Bomben... nein aber nicht bei AKW's!!!
Aber hier bei den AKW's hat die Wissenschaft voll versagt. Hat man sich wohl nie vorstellen können, dass ein Störfall Wasser in seine Bestandteile aufspaltet. Und das Wasserstoff hoch expolsiv ist, weis man auch nicht erst seit dem Luftschiffunglück der Hindenburg!!
Jetzt bastelt man.. bohrt Löcher in die Restgebäude... ein hilfloser Versuch von Schadensbergrenzung um Wasserstoff abzuführen, wo das Kind schon lange in den Brunnen gefallen ist.

Ich sage nur "try and error" unter dem Deckmantel "Sicherheit geht vor Wirtschaftlichkeit"

Und, wieso sollte in der Bevölkerung keine Skepzis/Zurückhaltung/Angst vor der atomaren Nutzung vorhanden sein!?!
Es wäre ein Signal, wenn sich der Geldadel in bisher verseuchte Gebiete sich Wohlstandsinseln schafft, können da in Ruhe, völlig ungestört ihren Reichtum in Gebäuden und Landschaftsgestaltung investieren... ja sind sogar durch eine Schranke vom gemeinen Volk geschützt... igeln sich ja sonst auch ein!
Ja, ein solches Signal würde langsam die Skepzis in den Köpfen der Menschen schwinden lassen.
Aber nein, "try and error" geht weiter und die wahren Kosten dieser von wenigen durchgesetzten "Nischenlösung Stromerzeugung" durch AKW's werden verwässert wie die Strahlung die im Normalbetrieb, im Störfall, bei der Aufarbeitung, Rückbau u Entsorgung sowie "Endlagerung" entsteht!!

Heute las ich ein Plakat von Brot für die Welt... Motto: Es ist genug für alle da, es muß nur verteilt werden!

Ist das auch das Motto der Atomaren Lobby in Bezug auf Strahlung!?! Es ist genug für alle da, es muß nur verteilt werden und mutiert somit zu einer natürlichen Grundstrahlung?

Noch etwas zu try and error...
meine Schwester erkrankte noch keine 30j an Gebärmutterhals Krebs.. es erfolgte eine Total OP, sie bekam Radium Einlagen und Chemo... das Leiden begann... die Radiumeinlagen haben die Schleimhäute altern/spröde werden lassen.. der Damm wurde porös.. vorne kam raus was hinten hingehört..., es erfolgten weitere OP's, Darmverkürzungen, künstliche Darmausgänge, Katheder, Stilllegung der Blase..., Schlauchausgänge an den Nieren.......
Aber Josef, sie wurde erleichtert. Ein viel zu schnell fahrendes Auto, hat sie vor dem Elternhaus erwischt... war dann noch 3 Monate im Krankenhaus nur an Maschinen..., meine Eltern haben ihren 50. Hochzeitstag bei ihr Bettwache gehalten.., nein die ganze Fam. im Wechsel 24h lang..., sie war nur noch Haut und Knochen, wurde in der Zeit noch 2 mal geöffnet,, sozusagen als Forschungsobjekt für nachrückende Ärtze... wie sehen innere Folgen von Verstrahlung aus..., sie hatte dann den Wunsch sterben zu dürfen... es war ein harter Kampf unserer ganzen Fam. das Abstellen der Geräte zu bewirken. Sie kam nach Hause.. keine 3Tage... sie hatte einen zufriedenen Gesichtsausdruck... sie hatte es geschafft.

Vielleicht verstehen jetzt einige, warum ich mich sehr um meine Eltern kümmer und meinen Job geschmissen habe... im Mai ist sie 16 Jahre tot.

Also auch hier, Try and Error... in der Medizin was die Strahenbehandlung von Krebspatienten angeht.... Try and Error!!!

Ich gebe zu, dass mir beim Schreiben Tränen gekommen sind.

Helmut


zuletzt bearbeitet 20.03.2011 00:08 | nach oben springen

#16

RE: Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 19.03.2011 20:49
von Carola Rensing (gelöscht)
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Zitat von hjermind

hat man z.B. früher stets die Bevölkerung beruhigt... ein AKW ist keine Bombe!! Nun hat die Welt es life über ihre Medien miterlebt, wie ganze Hallen in die Luft geflogen sind und evtl. sogar Nachbar AKW's ins verderben gebommt haben.
Bei jedem Terroranschlag der Zerstörung hervorruft spricht man von Bomben... nein aber nicht bei AKW's!!!
Aber hier bei den AKW's hat die Wissenschaft voll versagt. Hat man sich wohl nie vorstellen können, dass ein Störfall Wasser in seine Bestandteile aufspaltet.



hallo,

ich lese hier mit Interesse mit und mach mir über viele Aussagen auch so meine Gedanken.
Aber Deien ausführungen solltest Du doch mal genauer erklären.

Ich habe in der Schule gelernt dass ein Kernreaktor nur eine recht geringe Menge spaltbaren Materials beinhaltet dass keinesfalls in der Lage ist eine Explosion in Art einer Atombombe zu bewirken.
Er wird aber so viel Wärme erzeugt dass es möglich ist das Material auf Temperaturen zu bringen dass es als Plasma vorliegt. Bei diesen Temperaturen wird auch Wasserdampf in seine Bestandteile zerlegt(Knallgas). Das stand schon in den 80er Jahren in meinem Physiklehrbuch. Die Explosionen die man in der Berichterstattung sehen konnte war auch nichts anderes als Knallgasexplosionen.

Und in welcher Weise sind Nachbar AKWs dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden?

Es ist übrigens so dass auch in Kohlekraftwerken Knallgas aus der Dampfphase freigesetzt wird und sich dort in nicht unerheblicher Menge ansammeln kann.

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#17

RE: Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 19.03.2011 21:08
von hjermind • 1.133 Beiträge

Nein, eine Bombe in Form einer Atom oder Wasserstoffbombe so habe ich es auch nicht gemeint.

Und was bei dir im Physikbuch steht, ist meines Erachtens auch schon lange Wissen unserer Großväter und Mütter...

so, und was ist nun in den doch so sicheren AKW's passiert? Das Knallgas was sich ansammeln konnte, hat das Dach und Wände der äußeren Hülle weggesprengt. Hat nebenbei Löcher und vermutlich auch weitere Einrichtungen in den Nachbarblöcken mit geschädigt/zerstört..

Das meine ich mit "try and error" Man hat einfach die Tatsache das sich Knallgas ansammeln könne total unterschätzt und damit weitere Zerstörungen und damit Kettenreaktionen in Kauf genommen.

Ich bin mir sicher, das zukünftige Konstruktionen hier anders aussehen werden... bis dann wieder ein neuer Störfall neue Systemschwächen offen legt... try and error eben und das bei einer hochbrisanten Technik, die ganze Landstriche unbewohnbar machen kann!

Es hat sicher auch früher Stimmen gegeben, die Hüllenkonstruktion Knallgasabführend auszulegen..., aber diese Stimmen sind sicherlich einer Kostenrechnung zum Opfer gefallen. Oder man hat sich gesagt, wenn Kernschmelze, dann geht eh der Druckbehälter mit einem Bumm zu Bruch und dann brauchen wir auch keine intakte äußere Hülle mehr....


zuletzt bearbeitet 19.03.2011 21:08 | nach oben springen

#18

RE: Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 19.03.2011 23:07
von Sara (gelöscht)
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Eine furchtbare Erfahrung, die ihr machen musstest Helmut. Heute räumt man zwar ein, dass durch die zu hohe Strahlenbehandlung von Krebspatienten eine erneute Krebserkrankung ausgelöst wurde,
man versucht es aber weiterhin, schließlich kann man bei austherapierten Patienten nichts mehr falsch machen: "Palliative Strahlentherapie: Ziele nicht erreicht"

http://news.doccheck.com/de/article/1993...nicht-erreicht/

Ich bin schon der Ansicht, dass die Technik zur Stromgewinnung in AKW beherrscht wird, aber aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus, durch Nachlässigkeit usw. kann der Betrieb solcher Anlagen verheerende Folgen haben.


winke Sigrid

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#19

RE: Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 20.03.2011 00:05
von Josef (gelöscht)
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Das Leben an sich ist lebensgefährlich. Es endet für uns alle mit dem Tod.
Wir sterben alle an irgendeinem Gebrechen. Nur am Alter stirbt - wenn man den Meldungen glauben kann - kaum jemand.
Ich weiss jetzt nicht wie hoch der prozentuale Anteil der sterbenden ist, die infolge direkter oder indirekter Strahlenerkrankung als Unfallfolge in der Vergangenheit ihr Leben lassen mussten. Behaupte aber, dass dies ein äußerst geringer Prozentsatz aller Sterbefälle ist. Vermutlich ist sogar der Anteil derjenigen, die von einer Leiter gestürzt sind größer.

Jetzt in Japan sind infolge der Naturkatastrophe 10.000 oder mehr Menschen umgekommen. Noch viel mehr haben vermutlich Verletzungen aller Art davongetragen. Das ist ein Grund für Angst und Schrecken, denn es kommt immer wieder vor.
Rational ist m.E. die übergroße Angst vor der Kernenergie nicht nachzuvollziehen.
Bis auf eines ist nichts auf der Welt zu 100% sicher - auch nicht die Kernkraftwerke. Absolut sicher ist lediglich, dass ein jeder von uns sterben wird.

In der Hoffnung, dass wir alle nur am Alter sterben und nicht von der Leiter fallen
Josef

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#20

RE: Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 20.03.2011 00:31
von hjermind • 1.133 Beiträge

Ja Josef, das Leben kann noch so schön sein. Es endet immer mit dem Tod und wenn es in der normalen Generationreihenfolge passiert = der Leiter des Lebens, ist es am natürlichsten.
Helmut

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#21

RE: Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 20.03.2011 07:19
von Sara (gelöscht)
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Zitat von Josef
Ich weiss jetzt nicht wie hoch der prozentuale Anteil der sterbenden ist, die infolge direkter oder indirekter Strahlenerkrankung als Unfallfolge in der Vergangenheit ihr Leben lassen mussten. Behaupte aber, dass dies ein äußerst geringer Prozentsatz aller Sterbefälle ist. Vermutlich ist sogar der Anteil derjenigen, die von einer Leiter gestürzt sind größer.



Das ist es, was ich bemängele Josef, man weiß nichts Genaues, behauptet aber etwas und betreibt darauf beruhend Politik.

Zitat von hjermind
Es hat sicher auch früher Stimmen gegeben, die Hüllenkonstruktion Knallgasabführend auszulegen..., aber diese Stimmen sind sicherlich einer Kostenrechnung zum Opfer gefallen.



Das denke ich auch, und ich finde es eine Frechheit, dass sich unsere Politiker nun hinstellen und behaupten, dass ihnen die Katastrophe in Japan zu neuen Erkenntnissen verholfen hätte. Und ich empfinde es sogar als Beleidigung, dass man meint, mir einen solchen Schwachsinn erzählen zu können.


winke Sigrid

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#22

RE: Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 20.03.2011 11:10
von Josef (gelöscht)
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Zitat
Das ist es, was ich bemängele Josef, man weiß nichts Genaues, behauptet aber etwas und betreibt darauf beruhend Politik.



Das ich etwas nicht weiß, bedeutet ja nicht zwangsläufig das es andere auch nicht wissen (leider). Im übrigen kann und muss man auch auf begründete Annahmen/hohe Wahrscheinlichkeiten durchaus Politik betreiben.


Zitat
Das denke ich auch, und ich finde es eine Frechheit, dass sich unsere Politiker nun hinstellen und behaupten, dass ihnen die Katastrophe in Japan zu neuen Erkenntnissen verholfen hätte. Und ich empfinde es sogar als Beleidigung, dass man meint, mir einen solchen Schwachsinn erzählen zu können.



Die Politiker folgen nur der herrschenden Meinung im Land. Die Ablehnung der Kernenergie zieht sich im Moment durch das Wählerpotenzial aller Parteien - und da sie das so nicht sagen können; sind sie als Begründung eben zu neuen Erkenntnissen gelangt.

Josef

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#23

RE: Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 20.03.2011 18:08
von Sara (gelöscht)
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Im übrigen kann und muss man auch auf begründete Annahmen/hohe Wahrscheinlichkeiten durchaus Politik betreiben.

Das ist richtig, aber bei der Nutzung der Kernenergie sollte man schon wissen, was man weiß, und bei (kostenträchtigen) Entscheidungen sollten die Wahrscheinlichkeitstheorien das Zünglein an der Waage sein.


winke Sigrid

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#24

RE: Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 20.03.2011 21:25
von Josef (gelöscht)
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Nach einem Unfall gleich welcher Art wird es auch in Zukunft immer "wenn..." und "hätte..." geben.

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#25

RE: Try and Error und die Folgen zu hoher Strahlung!

in Schweden 21.03.2011 08:13
von Sara (gelöscht)
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"sollten die Wahrscheinlichkeitstheorien nicht das Zünglein...." habe ich gemeint, sorry.

Hinterher ist man immer klüger, selbst wenn man nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat, aber wenn Schlampereien schwerwiegende Störfälle verursachen, kann man einen anschließenden Kniefall nur schwer akzeptieren.

Störfälle in schwedischen AKW

1996
Oskarshamn 1/Schweden: Bei dieser Anlage musste der Kernmantel wegen eines Risses in dessen Rundnaht von nahezu Umfanglänge ausgewechselt werden. Der Kernmantel ist Bestandteil der Einbauten des Reaktorbehälters. Sein Bruch könnte die Schnellabschaltung des Reaktors unmöglich machen. (Quellen: IAEO, SKI)

2005
Forsmark/Schweden: Aus dem Zwischenlager für schwach und mittelstark strahlenden Abfall im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark gelangte am 29. Juni 2005 radioaktives Wasser in die Ostsee. In den Gewässern in der Nähe des Kraftwerks wurde das Zehnfache des Normalwerts radioaktiven Cäsiums gemessen. Dies liegt laut schwedischem Strahlenschutzinstitut SSI jedoch noch innerhalb der zulässigen Grenzen. Schuld an dem Leck waren vermutlich korrodierte Blechbehälter mit radioaktivem Abfall.

2006
Forsmark/Schweden: Am 25. Juli 2006 wurde der Reaktor Forsmark-1 nach einem Kurzschluss in der Umspannstation, über die das AKW seinen Strom ans allgemeine Netz abführt, von der Stromversorgung automatisch getrennt. Dies führte zu einem Lastabwurf des Generators und die im Reaktor produzierte Wärme konnte nicht mehr in elektrische Leistung umgesetzt werden. Der Reaktor wurde über eine Schnellabschaltung heruntergefahren. Der Strom für die Steuerung des Kernkraftwerkes und die Speisepumpen, die die Nachzerfallswärme abführen müssen, fiel aus. Er musste ersatzweise durch Diesel-Notstromaggregate bereitgestellt werden. Jedoch konnten zwei der vier Generatoren nicht in das Notstromnetz einspeisen, da sie mit der 500 V Leitung elektrisch verbunden blieben, die jedoch ausgefallen war. Zusätzlich versagte die Stromversorgung für einen Teil der Messgeräte in der Leitwarte. Nach 23 Minuten konnten die beiden anderen Dieselaggregate manuell zugeschaltet werden. Durch diese Zuschaltung konnte der Wasserstand im Reaktor wieder auf Normalniveau angehoben werden.[7] Nach Angaben der schwedischen Strahlenschutzbehörde SKI sei eine akute Kernschmelze zu keiner Zeit des Störfalls zu erwarten gewesen, dennoch hätte es sich um einen sehr ernsten Zwischenfall gehandelt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_S...nischen_Anlagen

2007
Drittes Schweden-AKW meldet Probleme
Wegen eines Wasserlecks musste im größten schwedischen Atomkraftwerk Ringhals einer der vier Reaktoren heruntergefahren werden. Die Konsequenz dieser Pannen-Serie: Nun kommt eine internationale Untersuchung

http://www.stern.de/politik/ausland/stoe...eme-582791.html

08.07.2009
Schweden
Behörde stellt Vattenfall-Atomkraftwerk unter schärfere Kontrolle

Die Strahlenschutzbehörde SSM warf Vattenfall am Mittwoch vor, Sicherheitsmängel am Atomkraftwerk Ringhals nicht behoben zu haben - und hat die Anlage nun unter verschärfte Aufsicht gestellt.
Nach Angaben der Behörde wurden in Ringhals seit Jahresbeginn 60 Zwischenfälle gemeldet. Zwei davon seien in die oberste von drei Gefahrenkategorien eingestuft worden. In einem Fall sei ein automatisches Ventil, das den Austritt radioaktiven Materials aus dem Reaktor verhindern soll, nicht in Betrieb gewesen.

Die Strahlenschutzbehörde erklärte, sie habe seit 2005 auf Mängel hingewiesen, die aber bis heute nicht behoben worden seien. "Unsere Behörde ist der Auffassung, dass der Arbeit mit Sicherheit in Teilen der Organisation nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wird", hieß es. "Das kann auf die Dauer die Reaktorsicherheit gefährden."
………………….

Nach einem auch von Vattenfall selbst als "sehr ernst" eingestuften Zwischenfall in seinem zweiten schwedischen Atomkraftwerk Forsmark im Sommer 2006 wurde dieser für zwei Jahre unter behördliche Sonderaufsicht gestellt. Forsmark-Mitarbeiter hatten im Fernsehen von Panik im Kontrollraum beim Ausfall von Notgeneratoren und einem "generellen Verfall der Sicherheitskultur" in der Anlage gesprochen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...,635036,00.html

Zumindest auf deutschsprachigen Webseiten habe ich adhoc keine komplette Übersicht über die Störfälle in schwedischen AKW gefunden, deswegen kann man diese Auflistung auch nur unter Vorbehalt zur Bewertung der Sicherheit in den schwedischen AKW heranziehen.

Nun muss der strahlende Müll aus den AKW irgendwo gelagert werden, und es sind nicht nur die Ursachen für die aufgetretenen Störfälle, sondern auch deren Behandlung durch die AKW-Betreiber, die das Vertrauen gegenüber Vattenfall und Co. erschüttert haben. Man kann nur hoffen, dass sich in Schweden nicht dasselbe Szenario abspielt wie in D. und Gefälligkeitsstudien über die ausgewählten Orte für ein Endlager abgeliefert werden.


winke Sigrid

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